MAGELLAN - "Impossible figures"
InsideOut/SPV
Wer sich die Labelinformationen durchgesehen hat und glaubt, auf einen Fehler gestoßen zu sein, der irrt - nein mein lieber Leser, ich habe mich nicht verschrieben. MAGELLAN, die ja früher für Magna Charta an den Start gingen, haben das Label gewechselt (Ja und? Was ist an einem Label-Wechsel so ungewöhnlich? Das passiert beinahe jeden Tag. - J. S.). Wer nun glaubt, daß sich dieser Wechsel auch in von früher unterschiedlichem Sound manifestiert, irrt schon wieder, in gewissem Maße jedenfalls. MAGELLAN lassen sich auf "Impossible figures" eindeutig wiedererkennen. Der Sound und vor allem der Gesang von Trend Gardner stehen für typisches MAGELLAN Machwerk. Wobei man jedoch bemerken muß, das im Laufe des Albums die stilistische Vielfalt hörbar zunimmt und auch irgendwie neue Ansätze hervorschauen. Quasi eingeläutet wird dies durch ein Stück, das den Titel "Bach 16" trägt und, Nomen est Omen, mit einem klassisch-barocken Klavierintro beginnt. Die Kompositionen sind wie gewohnt auf hohem Niveau und sind von den verschiedensten Nuancen durchdrungen. Groovige Gitarren werden von den Keyboards und rhythmisch abwechslungsreichen Drums begleitet und unterstützt. Ergänzt wird das Ganze durch sehr variationsreiche Vocals. Manchmal werden die Songs für meinen Geschmack jedoch etwas anstrengend, wobei ich mir für mich persönlich nicht ganz sicher bin, wie ich das bewerten soll. Nichtsdestotrotz ist MAGELLAN mit "Impossible figures" ein gefälliges Album gelungen, das sowohl alte Fans zufriedenstellt, als auch aufkeimende neue Ansätze erkennen läßt.
Auch nach dem Labelwechsel sich und ihrer Musik treu geblieben. - A. D.