MERCENARY - "11 dreams"
Century Media/NSM
Ihr drittes Album "11 dreams" ist ehrlich gesagt das erste, das es je in meine Anlage geschafft hat und jenes Album kann eigentlich über die gesamte Spieldauer überzeugen. Am ehesten gehen die Dänen wohl als eher skandinavische Death Metal-Band durch, die größtenteils im Midtempo angesiedelt ist, nur ist eben der Gesang nur zu einem gewissen Teil Death, es wird eigentlich permanent zwischen Growlen und richtigem Singen variiert und schafft somit auf angenehme Art und Weise Abwechslung. Vor allem ist der normale Gesang eher Power Metal-kompatibel gestaltet. Rein musikalisch erinnern MERCENARY doch immer wieder an langsame HYPOCRISY, allerdings mit nicht ganz so weit ausufernden Keyboard-Bombast-Faktor, SKYFIRE oder aber auch SOILWORK, und dann wurde alles noch mit leicht progressiver Note versehen. Der Keyboard-Einsatz erinnert überhaupt eher an traditionelle Achtziger-Bands und wird in manchen Stücken fast schon ein wenig poppig eingesetzt, wodurch "11 dreams" doch eine recht eigene Atmosphäre erschafft. Vor allem der bereits erwähnte Wechsel zwischen Death Metal-Vocals und richtigem Gesang gelingt den Dänen auf höchst gekonnte Art und Weise, Songs wie der reguläre Opener "World hate center", "Loneliness" oder das etwas aus dem Rahmen fallende, aber umso herausstechendere "Music non stop" brachten "11 dreams" dazu, auf Dauerrotation in meiner Anlage abgespielt zu werden.
"11 dreams" ist wirklich ein traumhaftes Werk geworden, die beiden Vorgänger muß ich mir nach dem hier Gehörten auf jeden Fall auch noch zulegen. - E. M. P.