NACA 7 - "Several reasons to die for"
Acute/edel
Hielt ich vor kurzem einmal den Erstling von INCORPORATED in den Händen, welcher mir nur begrenzt gefiel, so kann mich auch "Several Reasons to die for" von NACA 7 nicht wirklich vom Hocker hauen. Doch nicht nur das scheint die beiden österreichischen Bands zu verbinden, denn sie machen auch genau dieselben Fehler. Fehlte mir bei INCORPORATED die Eingängigkeit, so bleibt diese bei NACA 7 noch viel mehr auf der Strecke. Auf den mageren 35 Minuten Spielzeit gibts keinen(!) Song, der irgendwie hitverdächtig wäre. Zwar findet man im Nu Metal-Sound der Wiener Aggression, Technik, ein paar coole ruhige Parts und kompaktes Songwriting, insgesamt jedoch gibts keinerlei Momente, die den Kauf der CD wirklich rechtfertigen könnten. NACA 7 haben vor allem ein zweites Problem, dem sie nicht Herr werden können: Das Quartett scheint sich nämlich nicht wirklich sicher zu sein, welchen Stil es nun einschlagen soll. Angefangen von der beinahen LINKIN PARK-Replica "As bold as you" über das INCUBUS/PEARL JAMmige (und gute) "The oracle" bis hin zu wüsten, aber lahmen beinahe-Hardcore-Ausbrüchen in "Revenger" und "Reason" oder uninteressanten Punk-Eruptionen beim Abschließenden "In between" ergibt sich bei mir kein klar ersichtlicher Weg der Truppe. NACA 7 sollten sich erst mal bewußt werden, in welche Richtung es in Zukunft mit der Band gehen soll, denn "Several reasons to die for" ist einfach eine belanglose und unausgegorene Mischung, die bei weitem nicht überzeugen kann. Mein Tipp: An den cleanen Vocals arbeiten und stilistisch wie in "Dissolved" weitermachen, dann könnte die nächste Scheibe deutlich besser ausfallen.
C. M.