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Ich scheine mich inzwischen zum "Non-Metal-Redakteur" dieses Magazins zu entwickeln. Denn nach dem Debut von Tamrah Aeryn habe ich nun die zweite Veröffentlichung von PAATOS vorliegen, die zwar andere Wege beschreiten, deshalb aber nicht weniger weit von Metal entfernt sind.
Die fünf Schweden bezeichnen ihren Stil als "Melancholic Post Rock", was man zwar durchgehen lassen kann, gleichzeitig aber nur die halbe Wahrheit darstellt. Denn die vorwiegend cleanen oder minimal angezerrten Gitarren stellen nicht immer das Grundgerüst der Songs dar. So wird der hyponotische Opener "Gasoline" stellenweise nur von Mellotron und Gesang getragen, oder bei "Holding on" mit viel Klavier gearbeitet. PORTISHEAD meets 70's-Rock meets Björk - so läßt sich die Musik PAATOS' am ehesten umschreiben. Herausragend in jedem Fall ist die psychedelische Stimme Petronella Nettermalms, die die Atmosphäre der Songs perfekt unterstreicht, wenngleich mir gelegentliche Ohrwurm-Passagen abgehen. Daß die Band aus Profi-Musikern besteht, zeigen die tollen Arrangements und die teilweise vertrackten Rhythmen.
"Kallocain" ist ein Album für ruhige Stunden, welches man in voller Länge genießen muß. Erst dann erkennt man die traurige Schönheit des Albums. Wer sich an den akustischen Alben OPETHs und THE GATHERINGs nicht satthören kann, sollte auch mal bei PAATOS reinhören. Wers nicht tut, ist selber schuld, denn PAATOS machen den Hörer von Durchlauf zu Durchlauf süchtiger!
Die limitierte Erstauflage erscheint übrigens mit einer DVD, auf der das ganze Album live performt wird!
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Ein fantastisches Album für Fans avantgardistischer Musik. - C. M.
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