 |
|
Daß "12:5" ein Live-Album ist, bekommt man erst nach einiger Zeit mit, ich zumindest. Das spricht einerseits für die Musiker, da der Gig wirklich an ein perfekt eingespieltes Studioalbum erinnert. Andererseits vermißt man aber die gewisse Live-Atmosphäre. Das Publikum wurde anscheinend mit einer Rausch-/Noisereduction oder ähnlichem aufgenommen und wird dadurch unterhalb eines (recht hoch gehaltenen) Pegels einfach abgeschnitten. Man hört also in den Songpausen das Publikum unerwartet (mit Verzögerung) aufjubeln und dann auch wieder abrupt verstummen. Irgendwie klingt es wie reingeschnitten und zudem, als ob da gerade mal 10 Typen rumgrölen. Abgesehen davon haben PAIN OF SALVATION hier ein wirklich exzellentes Album abgeliefert. Es ist Clean-Akustisch eingespielt und könnte somit in die Sparte Unplugged-Album fallen. Obwohl ich dem Unplugged-Hype (vor allem der 90er-Jahre) nicht viel abgewinnen konnte (weil da jeder ein Akustik-Album produzieren mußte), gab es ja auch immer positive Ausnahmen. Diese CD gehört sicherlich zu letzteren. Die Band schafft auch mit einem akustischen Set Druck, Atmosphäre und vor allem sehr viel Dynamik zu generieren. Die Arrangements, die zumeist um die Gitarren und Keyboards geschrieben wurden sind durchwegs sehr gut. Diese beiden Instrumente harmonieren auch recht gut miteinander. Die Keyboards sind meist als Piano zu hören und fügen so einen gewissen jazzigen Touch hinzu. Die Gitarren stechen mit einer gewissen stilistischen Vielfalt hervor, die zwischen jazzig, spanisch-flamencoartig und klassisch-mittelalterlich variiert. Die Vocals sind vorwiegend auch clean-melodiös angelegt, oft aber auch mit einem grungigen Touch versehen. Alles in allem ein stimmiges Konzept und Album.
|
 |
Sehr gutes akustisches Live-Album - leider ohne Live-Flair - A. D.
|
|