SACRED STEEL - "Iron blessings"
Massacre/NSM
Mit "Iron blessings" holen SACRED STEEL bereits zum fünften mal zum Vernichtungsschlag gegen sämtliche Whimps & Posers dieses Planeten aus. DIE True Metal-Band schlechthin setzt auch diesmal auf die bewährte Mischung aus treibenden Midtempo-Hymnen und flotten Krachern, gibt sich aber ansonsten nicht ihrem zugegebenermaßen recht engen stilistischen Korsett geschlagen, sondern baut auf dem neuen Album die bereits auf "Slaughter prophecy" recht zaghaft verwendeten Death-Grunts vermehrt in die Songs ein; beim Opener "Open wide the gate" gibts sogar Blastbeats zu hören. Sänger Gerrit P. Mutz kann man schon seit dem zweiten Album "Wargods of metal" als solchen bezeichnen, hat sich aber dennoch auch weiterentwickelt. So manch "übertruer" Zeitgenosse wird dies zwar als Wermutstropfen empfinden, aber ich denke, die Mehrheit der SACRED STEEL-Fans wird damit einverstanden sein. Mir liegen zwar keine Texte vor, aber rein vom bloßen Hinhören würde ich behaupten, daß sich SACRED STEEL vom reinen "Metal/Steel/Posers"-Klischee etwas abgewandt haben und textlich eher in die Fantasy/Warrior-Ecke tendieren. In einem Punkt kann "Iron blessings" aber mit den Vorgängerwerken nicht mithalten: Die Eingängigkeit. Das Machwerk hat jetzt bereits ein gutes Dutzend Durchläufe im heimischen Player hinter sich, aber so richtig festbeißen will sich keiner der 11 Songs. Wenn ich da an "Wargods of metal" denke, wo beinahe JEDER Song eine Metal-Hymne für die Ewigkeit darstellt...
J. S.