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Ist es legitim, eine Band erst nach 20 Jahren und unzähligen veröffentlichten CDs zu entdecken und zu reviewen? Ehrlich gesagt, weiß ich es selbst nicht, und ich muß auch zugeben, daß mir der Zugang zu der Musik der Industrial-Vorreiter irgendwie fehlt. 8 Jahre nach ihrem letzten Studioalbum melden sich SKINNY PUPPY mit "The greater wrong of the right" zurück und trotzdem ist dieser Release nicht unbedingt das, was ich mir von einem Hit-Album erwarten würde.
SKINNY PUPPY bewegen sich Songwriting-mäßig eher im Pop- als im Independent-Bereich, sprich das Album lebt eher von ein paar Hits, als daß es durchgehend denselben Level bieten könnte. So kommen Tracks wie der Opener "I'mmortal" oder das (ausnahmsweise) mit verzerrten Gitarren versehene "Pro-test" mächtig cool daher, versprüht auch das apokalyptische "EmpTe" noch seinen Charme, zugleich aber driften die Kanadier mit Songs wie "Ghostman" oder "Downsizer" ziemlich ins Unspektakuläre ab. Für fragwürdig im Sound SKINNY PUPPYs halte ich weniger die eigenwilligen Synthie-Landschaften, die die Band prägen, sondern den teilweise komischen Gesang. So weiß man bei "Neuwerld" nicht wirklich, ob die Gesangseffekte nun Avantgardismus, ein Delirium Tremens oder einfach schräge Experimentiererei darstellen sollen.
"The greater wrong of the right" ist ein Album, das seine guten und schlechten Momente hat. Ein Hit-Album ist es jedoch nicht geworden. Fans werden es sowieso kaufen, allen anderen empfehle ich, mal vorsichtig reinzuhören und vor allem KEINEN Metal zu erwarten.
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C. M.
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