SUFFOCATION - "Souls to deny"
Relapse/NSM
Die letzte reguläre Full-Length dieser Death Metal-Legende, "Pierced from within" kam vor ziemliche genau neun Jahren, im Juni 1995, heraus und abgesehen von der "Despise the sun"-MCD aus 1998 war es dann erst einmal für lange Zeit still um SUFFOCATION, die Band, die wohl wie keine zweite dermaßen wegweisend für die Brutal Death-Szene war, wie man es beispielsweise nach wie vor bei Acts wie DEEDS OF FLESH, GORGASM, SPAWN OF POSSESSION, DISGORGE, PROFANITY, DECRIPIT BIRTH und wie sie noch alle heißen mögen, heraushört. Nun, der aktuelle Output zeigt die Amis, diesmal erstmals seit 1993 wieder mit Ur-Schlagzeuger Mike Smith so stark wie kaum zuvor und knüpft nahtlos an solche Meilensteine wie "Human waste", "Effigy of the forgotten", "Breeding the spawn" oder die beiden oben genannten Werke an. Denn SUFFOCATION verstehen es auch 2004 auf atemberaubende Art und Weise Brutalität, Effektivität, Virtuosität und das nötige Maß an Eingängigkeit grandios umzusetzen. Hier ist jeder der acht vorhandenen Songs ein Volltreffer, die Riffs von Terrence Hobbs und Neuzugang Guy Marchais sind durch die Bank Killer und über der erstklassigen instrumentalen Darbietung thront wieder einmal Frank Mullen mit seinen in der Todesszene unverkennbaren Vocals. "Souls to deny" zeigt den ganzen Nachkömmlingen und teilweise auch ohrenscheinlichen Nachahmern, wo der Hammer hängt und untermauert auf eindrucksvolle Art und Weise, trotz der langen Abstinenz, wer hier die wahren Herrscher des Brutal Death sind. Hier klingt nicht einmal in irgendeiner Form etwas antiquiert, SUFFOCATION können sich auch Anno 2004 als die Vorreiter dieser, wohl auch von ihnen mehr als nur nachhaltig mitgestalteten Szene zu manifestieren.
E. M. P.