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OBITUARY, MASTER, VISCERAL BLEEDING & MONDOCANE
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Graz, PPC
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14.10.2004
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Vor ca. 5 Jahren haben sich die für mich genialsten Florida-Death Metaller OBITUARY eher sang- und klanglos aufgelöst - und sind jetzt BACK FROM THE DEAD. Von einem neuen Album ist zwar schon die Rede, aber OBITUARY gehen auch ohne auf Europa-Tour, auf welcher sie auch in Österreich Station gemacht haben und fand der (leider einzige!) Gig im Grazer PPC (ehemaliges Theatro) statt. Mit im Gepäck mit MASTER und VISCERAL BLEEDING sowohl eine weitere Legende als auch "aufstrebendes Death Metal-Frischfleisch".
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Den Anfang machte aber der Local Support MONDOCANE, der die Bühne schon geentert hatte, als ich die Halle betrat. Im Publikum wurde von einer "Allstar-Band des steirischen Death Metals" gesprochen, die beteiligten Protagonisten waren mir aber eher nicht geläufig. MONDOCANE boten gefälligen Death Metal dar, der eher in die Old School-Richtung tendierte.
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VISCERAL BLEEDING aus Schweden gehören da eher zu den Verfechtern des Brutal Death - leider waren sie aber mit einem eher bescheidenen Sound "gesegnet", der die Highspeed-Finessen leider komplett unterschlug, sodaß ich ihren Auftritt sowohl zum Platz schaffen als auch zum Nachtanken nützte.
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Paul Speckmann wird gemeinhin auch als einer der "Urväter" des (amerikanischen) Death Metals gehandelt und mit seiner Hauptband MASTER hatte er sein wohl bekanntestes Vehikel (der Mann hat sich ja auch immer mehrere Side-Projects gehalten und so ganz nebenbei die Tschechen KRABATHOR an den Rande der Bedeutungslosigkeit "verstärkt") bei dieser Tour am Start. Die Soundverhältnisse waren zwar besser als bei VISCERAL BLEEDING, diesen Vorteil machten SPECKMANN & Co. aber durch Monotonie wieder zunichte. Kennst du einen Song, kennst du alle... Dem Publikum schiens aber zu gefallen.
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Dann wars aber endlich soweit, und nach einer relativ langen Umbaupause durfte ich endlich eine meiner absoluten Lieblingsbands (auch außerhalb des DM-Sektors) bewundern. OBITUARY legten gleich mit "Threatening skies" vom "Back from the dead"-Album mächtig los. Wundersamerweise hatten sie gleichzeitig den besten Sound des Abends als auch die größte Lautstärke... OBITUARY setzten im weiteren Verlauf des Gigs auf eine offensichtlich ziemlich gleichwertige Mischung aus allen fünf Studio-Alben, was objektiv gesehen natürlich den Idealfall darstellt; aber was mich persönlich angeht, hätten ruhig mehr Songs von den Alben Nr. 2 ("Cause of death") und 3 ("The end complete") zuungunsten der letzten beiden Scheiben - überhaupt des meiner Meinung nach eher schwachen "World demise"-Albums - in der Setlist vertreten sein dürfen. Aber im Endeffekt auch wieder egal, OBITUARY machten mächtig Stimmung mit ihren Mördergrooves und sorgten für rundum zufriedene Gesichter im Publikum. Vom Stageacting her präsentierte man sich etwas "uneinig", wie es scheint - frönte Gitarrist Trevor Peres einer recht aggressiven Performance auf der linken Bühnenseite, so versteckte sich sein Pedant Allen West fast ganz rechtsaußen und machte überdies den Eindruck, als hätte er mit dem Geschehen rechts von ihm nur wenig zu tun... Dazwischen ein fast schon übercooler Frank Watkins am Bass und John Tardy, der mit seinen unmenschlichen Growls ein ums andere mal erstaunte. Ach ja, und dahinter, fast schon zu weit im Hintergrund, hämmerte sein Bruder Donald Tardy diesen unwiderstehlichen OBI-Groove, der wohl das Grundgerüst des Bandsounds darstellt und diesen erst so einzigartig macht. Mit "Final thoughts" beendeten OBITUARY den regulären Set, um dann noch 2 mal(!) für Zugaben zurückzukehren. Das unvermeidbare "Slowly we rot" setzte dann allerdings endgültig den Schlußpunkt. Ich wage zu behaupten, dem Gig des Jahres beigewohnt zu haben und wenn OBITUARY 2005 mit einem neuem Album im Gepäck wieder Europa heimsuchen, dann heißt es warm anziehen...
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